Ein Buch über Freundschaft sollte eigentlich nicht dort beginnen, wo die Bevölkerungsdichte bei 0,01 Einwohner pro Quadratkilometer liegt. Aber Karma ist auch nicht in die Atacamawüste gekommen, um Freunde zu finden. Auf dem Acutun-Observatorium an der chilenischen Pazifikküste verbringt sie die Nächte damit, die Sterne zu beobachten und die Rätsel des Universums zu knacken.

Karma ist fasziniert von der unwirklichen Landschaft und der Möglichkeit ferne Himmelsobjekte zu erforschen. Doch die unfreundliche Kollegin Iryna und der baufällige Zustand des Observatoriums sorgen dafür, dass sie schon am zweiten Tag wieder zurück in die Zivilisation fliegen möchte.

Aber dann stellt sich heraus, dass die zänkische Iryna doch nicht das einzige Lebewesen ist, das im Umkreis von fast 60 Quadratkilometern ihr Unwesen treibt. Mitten in der Nacht taucht auf dem Observatorium plötzlich eine Katze auf – eine gewöhnliche Hauskatze mit nicht ganz so gewöhnlicher Herkunft. 

Die Frage, was eine Katze an einem der lebensfeindlichsten Orte der Erde macht, bringt Karma beinah um den Verstand und weit über die Grenzen dessen, was sie glaubt, über die Welt zu wissen.

Ein Buch über Freundschaft,

Fernweh und ...

Katzen in der Wüste?

 

»Im Zeichen der Katze« ist ein Buch über Freundschaft, Einsamkeit und unseren unstillbaren Hunger nach dem Unbekannten

Natürlich ist es nicht nur ein Buch über Freundschaft zwischen Menschen. Es ist auch auch die Geschichte einer Katze – einer ganz besonderen Katze. Und sie ist nicht nur deshalb etwas Besonderes, weil es sie in der lebensfeindlichen Steinwüste des chilenischen Hochlands eigentlich nicht geben dürfte. Das Tier schafft noch etwas viel Unmöglicheres. Sie überbrückte die Kluft zwischen drei Menschen, die das Leben an diesen unwirklichen Ort geweht hat. Drei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Im Zeichen der Katze spielt in Südamerika, in dem unwirklichen Land der chilenischen Atacamawüste und vor der Leinwand eines endlos weiten Sternenhimmels. Nur an wenigen Orten auf der Welt ist die Sicht auf die Milchstraße so beeindruckend wie hier. So ein Ausblick kann einen schon mal alle Alltagssorgen vergessen lassen. Es sei denn, der einzige Mensch, der sich die 50.000 Quadratkilometer Wüste mit einem teilt, hat es sich persönlich zur Aufgabe gemacht, für noch mehr Alltagsprobleme zu sorgen.

Vom Fremdsein, vom Träumen und von unserer Sehnsucht nach den Sternen

Jungastronomin Karma Sarangi studiert auf dem Acutun-Sternenobservatorium ein mysteriöses Schwarzes Loch. Aber das Geheimnis dieses Himmelsobjekts ist weit weniger schwer zu knacken, als die harte Schale ihrer Kollegin Iryna.

Normalerweise würden zwei derartig unterschiedliche Menschen nicht die Protagonistinnen in einem Buch über Freundschaft werden, sondern wohl eher in einer Geschichte mit dem Titel Mord am Arbeitsplatz.

Doch dann taucht eine Katze auf – eine gewöhnliche Hauskatze, die es in der lebensfeindlichen Steinwüste eigentlich nicht geben dürfte. Das seltsame Tier und die ungeklärte Frage nach seiner Herkunft lassen die beiden Frauen zusammenwachsen. Doch ihr Waffenfrieden und auch Karmas Verstand werden bald auf die Probe gestellt, als sie sich gegen jede Vernunft auf die Spuren der Katze begibt und dabei sonderbare Dinge in der Wüste entdeckt.

 

Karma wird bald feststellen, dass sie mit dem Treffen einer Wüsten-Hauskatze und dem Anbandeln mit der misanthropen Einsiedlerin Iryna noch lange nicht die seltsamste Freundschaft in der Fremde geknüpft hat.

Die Lösung des Rätsels um die Herkunft des Tieres wird alles verändern und vielleicht sogar ein paar Fragen beantworten, die so alt sind wie die Menschheit selbst.

wann hast du das letzte mal in den sternenhimmel geschaut?

»Die Geschichte über Karma, ihre Kollegen und die mysteriöse Katze ist spannend geschrieben und bietet ein überraschendes Ende, mit dem ich nicht gerechnet hätte und über das ich noch lange nachgedacht habe. Mir hat die malerische Sprache der Autorin sehr gut gefallen und ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.«

– Denise H., lovelybooks.de

»Ich vergebe für dieses außergewöhnliche Werk super gerne die vollen 5 Sterne, da ich gefangen war in einer mir völlig fremden Welt, in der Welt der Sterne. Man betrachtet den Sternenhimmel plötzlich mit ganz anderen Augen und es macht Spaß, in einer ruhigen Minute den Himmel genauer zu betrachten.«

– Roswitha B., lovelybooks.de

»Die Idee zur Novelle ist wirklich außergewöhnlich und macht sehr nachdenklich. Darüber wie klein und nichtig wir Menschen doch eigentlich mit unseren täglichen Problemen sind, und wie groß dagegen das Universum ist. Alles scheint so nichtig. Ist das Unmögliche nicht doch möglich, und das Unglaubliche nicht doch zu glauben?«

– Claudia H., lovelybooks.de

Wo man sein will, weiß man erst, wenn man da ist.

― Karma Sarangi

Leseprobe

Im Zeichen der Katze

Eins

Das hellste Objekt im bekannten Universum ist ein schwarzes Loch im Sternbild Pegasus. Wenn Sterne in seinen Strudel geraten und unter der enormen Anziehungskraft wie Schäfchenwolken im Sturm zerreißen, entbrennt ein kosmisches Leuchtfeuer, das eine Billiarde Mal heller strahlt als unsere Heimatsonne. Noch in einer Entfernung von acht Milliarden Lichtjahren kann man mit einem einfachen Fernglas ganzen Sonnensystemen beim Sterben zusehen.
Forscher hatten das Objekt 1963 entdeckt und ihm den liebevollen Namen CTA 102 gegeben. Es war wegen seiner ungewöhnlichen Radiowellenstrahlung aufgefallen und zu weltweitem Ruhm gekommen, weil selbst Wissenschaftler dem Irrglauben erlagen, damit die erste außerirdische Kontaktaufnahme aufgezeichnet zu haben. Wer sonst funkte so eigenartige Frequenzen durchs All, wenn nicht eine intelligente Lebensform? Nur waren es keine Aliens, die dort Hallo sagten, sondern ein supermassives schwarzes Loch, ein bodenloser Schlund, der Sonnen zum Frühstück fraß und die Überreste in Form von Licht und Gammastrahlung zufällig in unsere Richtung rülpste. Für Presse und Popkultur endete mit dieser Erkenntnis der Hype, und CTA 102 verschwand im interstellaren Gruselkatalog zerstörerischer Urmächte, über die man lieber nicht so genau nachdachte.
In Karmas Augen war CTA 102 kein Monster. Klar, wenn sie zwischen Urlaub am Grand Canyon oder am Rand eines schwarzen Lochs hätte entscheiden müssen, wäre die Wahl wohl auf Arizona gefallen. Wenn nicht mal Sterne, nicht mal das Licht selbst dieser immensen Sogkraft standhielten, dann hatten auch Astronominnen mit einer körperlichen Kondition, für die einen sogar Physikstudenten hänselten, keine Chance, von so einer Reise zu berichten. Aber die Wahl wäre ihr trotzdem schwergefallen, denn CTA 102 war für sie nicht nur eines der faszinierendsten Objekte des Kosmos, sondern auch das Studienobjekt ihrer Doktorarbeit. Für Normalsterbliche mochten schwarze Löcher nur gierige Abflüsse im Raum-Zeit-Gefüge sein, ein Sinnbild absoluter, gewissenloser Zerstörung. Tatsächlich waren sie aber die Kraft, die Galaxien im Innern zusammenhielt. Sie brachten eine Ordnung in das Weltall, ohne die Sterne und Planetensysteme auseinanderdriften würden wie Kohlensäurebläschen in einer offenen Flasche Mineralwasser. Auch die augenscheinliche Annahme, dass alles, was in die Fänge eines schwarzen Lochs geriet, wirklich von der Bildfläche verschwand, als hätte es nie existiert, stand unter Astrophysikern längst infrage. Diese finsteren Strudel waren für das menschliche Auge eigentlich unsichtbar, weil sie Lichtpartikel, die über ihren Rand fielen, verschluckten. Doch sie hinterließen charakteristische Spuren, erzählten eine Geschichte – unendlich viele Geschichten von zahllosen vergangenen Welten. 
Karma arbeitete seit einigen Monaten an einer Reihe von Algorithmen, mit deren Hilfe man Rückschlüsse auf die verschlungenen Objekte würde ziehen können. Damit wollte sie beweisen, dass auch für schwarze Löcher keine Ausnahme des obersten Gebots der Physik galt: Nichts im Universum verschwindet einfach so. Es war ein ehrgeiziges Projekt. Genau genommen war es ein bisschen wahnsinnig, aber das galt für die meisten Ideen der Quantenphysik. Aus den wenigen Informationen, die ein schwarzes Loch übrigließ, herauslesen zu wollen, was es beinhaltete, war ein bisschen so, als bekäme man einen Smoothie vorgesetzt und müsste nur durch Betrachtung bestimmen, aus welchen Früchten er zusammengemixt war. Schlimmer noch, man las demjenigen, der den Smoothie trank, das Rezept an der Nase ab. Gut möglich, dass Karmas Forschung zu keinem brauchbaren Ergebnis kam, aber irgendwie ließ sich das doch über jeden Schritt sagen, bevor ihn jemand machte. Außerdem konnte sie sich kaum eine bessere Zeitverschwendung vorstellen, als pixelige Schwarz-Weiß-Aufnahmen obskurer Objekte vom anderen Ende des Universums zu betrachten. 
Auf drei Bildschirmen blickten ihr die Messungen der letzten Nacht entgegen. Karma schlug die Beine übereinander und rückte näher an das Display in der Mitte heran. Obwohl das Teleskop auf Mount Acutun steinalt war und mehr Zuwendung und Nachsicht forderte als ihre demente Großtante Shivani, produzierte die Kamera noch immer brauchbare Aufnahmen. Wenn Karma nicht wieder – wie in den zwei Nächten zuvor – Krisen von Kühlpumpen und Spiegelmotoren abwenden musste, hätte sie auch endlich Zeit, die Aufnahmen richtig auszuwerten.
Sie zuckte zusammen, als etwas hinter ihr auf dem Schreibtisch aufschlug. Ihr Knie stieß gegen das Eingabepanel des Hauptrechners. Die Tasse, die darauf gestanden hatte, kippte um, und der Kaffee verteilte sich über die in das Holz eingelassene Tastatur. Karma schrie auf, sprang vom Stuhl, riss ihre Strickjacke von der Lehne und tupfte damit hastig über die Tasten. Der helle Stoff sog sich schnell mit der dunklen Brühe voll und rettete die darunterliegende Elektronik. Hoffentlich.
Karma blickte über ihre Schulter und sah ihre Kollegin mit harter Miene neben dem Schreibtisch stehen. Irynas Finger tippelten auf dem Stapel Papiere, den sie dort hingefeuert hatte.
„K-keine Sorge“, sagte Karma und lächelte schief. „Das ist russische Technik, oder? Die ist für die Ewigkeit gemacht.“ Gönnerhaft klopfte sie mit der flachen Hand auf das abgewetzte Holzfurnier, das mit Sicherheit vor dieser Ewigkeit produziert worden war und damals schon hässlich gewesen sein musste. Kaum hatte sie die Bedienoberfläche berührt, wurden alle drei Bildschirme darüber schwarz und Karma beinahe weiß. Mit aufgerissenen Augen und offenem Mund sah sie zwischen den Displays und dem Gesicht ihrer Kollegin hin und her, das mindestens genauso finster war. „Das war doch jetzt nicht ich, oder?“
Iryna schob die Ärmel ihrer Bluse hoch und knurrte. „Ich bin Ukrainerin.“
„Ja, w-weiß ich doch. Ich meinte doch nur, dass …“
Wie immer ließ sich ihre Kollegin nicht durch Unannehmlichkeiten wie gerade angefangene Sätze von irgendetwas abhalten. Schwungvoll tauchte sie unter dem Panel ab, das dann durch einen sehr viel härteren Schlag, als Karma ihn platziert hatte, erzitterte. Alle drei Monitore erwachten gleichzeitig wieder zum Leben. Iryna richtete sich auf, rückte das rote Brillengestell auf ihrer Nase zurecht und pflückte eine unsichtbare Staubflocke von der Schulter. Mit spitzen Fingern zog sie die Strickjacke von der Stuhllehne, die dort nass und fleckig hing, und ließ sie in Karmas eilig ausgestreckte Hände fallen. Auch die Kaffeetasse hob Iryna auf und hielt sie ihr naserümpfend hin. Das tat sie so langsam und roboterhaft, dass Karma an die mechanischen Greifarme von Jahrmarkt-Spielautomaten denken musste, die einen in Wahnsinn und Bankrott trieben, wenn man versuchte, damit nach Kuscheltieren und anderem Plunder zu fischen.
Wortlos pflanzte sich Iryna auf einen der Bürostühle und rollte an ihren Arbeitsplatz heran. Mit Tasse und Jacke in der Hand stand Karma da und überlegte, ob sie sich entschuldigen oder einfach nur dankbar dafür sein sollte, dass ihre Kollegin sie nicht gevierteilt hatte. Genau das hatte sie ihr nämlich schon bei der Einarbeitung vor sechs Tagen für den Fall angedroht, dass sie Kaffee oder andere Flüssigkeiten in die Nähe der Stationscomputer brachte. Sie hatte ihr sogar das Weinen in unmittelbarer Nähe zu allen elektronischen und mechanischen Systemen verboten, was Karma für einen Witz gehalten hatte. Mittlerweile wusste sie, dass Iryna Ivashchenko nicht scherzte.
Die Uhrzeiger über der Eingangstür rasteten hörbar auf sechs Uhr ein. Der offizielle Beginn ihrer Dienstzeit im Silo nahm Karma die Entscheidung für oder gegen eine Entschuldigung ab. Sie verließ das Administrationsbüro, trat aus dem Arbeitsgebäude der U-förmigen Basisstation und lief über staubtrockenen Fels in die angrenzenden Unterkünfte. Im Waschbecken ihres winzigen Badezimmers versuchte sie, die Kaffeeflecken aus ihrer Strickjacke zu waschen, gab es aber schnell auf und ließ sie im Wasser liegen. Nach dem Unfall im Admin-Büro versäumte sie lieber nicht auch den Dienstantritt im Silo, sonst holte Iryna die Sache mit dem Vierteilen noch nach.
Aus ihrem halb ausgepackten Koffer zog Karma einen dicken Pullover und schlüpfte hinein. Beim Verlassen ihres Zimmers erinnerte ihr knurrender Magen sie daran, dass sie das Abendbrot beziehungsweise das abendliche Mittagessen vergessen hatte. Auch nach fast einer Woche auf dem Observatorium hatte sie sich noch nicht an den Tagesrhythmus gewöhnt. Auf anderen Sternwarten konnte man die Nächte durchschlafen, die automatisierte Technik des Teleskops walten lassen und die warmen Tagesstunden des Hochlands in klimatisierten Räumen und mit netten Kollegen oder wenigstens in komfortablen Unterkünften verbringen. Aber auf Mount Acutun war alles ein bisschen anders. Politische Unruhen und Naturkatastrophen in Chile sowie Planungen für neue Weltraum- und Mondteleskope machten weitere Investitionen in das veraltete Observatorium an der südamerikanischen Küste unwahrscheinlich. Die Acutun-Sternwarte würde es vermutlich noch genau so lange geben, bis der letzte Motor oder einer der letzten vier Mitarbeiter aufgab. Wahrscheinlich war Iryna deshalb so mies drauf. Einer dieser vier Kollegen war nämlich tatsächlich im vergangenen Monat ausgefallen, wenn auch nicht dauerhaft. Ohne Karma, die eigentlich als Forscherin und nicht als Altenpflegerin eines Teleskops in die Atacama-Wüste gekommen war, würde Iryna jetzt einen Job allein machen, der schon zu zweit zu viel Verantwortung war. Der Institutsleiter hatte Karma eine Anstellung angeboten, bevor er ihr überhaupt die Zusage für ihre Observation geschickt hatte und ohne sie, geschweige denn ihren Lebenslauf, je zu Gesicht bekommen zu haben. Sie hatte das Angebot dankend abgelehnt, packte dann aber schon am zweiten Tag nach ihrer Ankunft bei Reparaturen und Instandhaltung mit an, weil es gar nicht anders ging.
Karmas Magen rumorte lauter, und sie entschied, dass ihre selbst gebackenen Ingwer-Kekse, die sie von zu Hause mitgebracht hatte, als schnelle Mahlzeit herhalten mussten. Sie verließ die Unterkünfte, betrat noch einmal das Arbeitsgebäude und steuerte die Stationsküche an, die dem Admin-Büro gegenüberlag. Mit einem verstohlenen Blick durch die offene Tür sah Karma ihre Kollegin am Schreibtisch sitzen. Iryna blätterte sich durch Papiere und klapperte auf der Tastatur. Obwohl ihr allnächtlicher Dienst erst nach Mitternacht begann, wenn Karma Feierabend machte, schien sie schon zu arbeiten. Eigentlich arbeitete sie immer. Und das musste sie wohl auch, denn sonst war ja niemand hier, der sich um Technik, IT und Bürokram kümmerte. Kein Wunder, dass die Mitarbeiter des Observatoriums hier oben durchdrehten oder wie im Fall von Iryna ihre zwischenmenschlichen Kompetenzen verloren. Wenn Arbeit und Einsamkeit einen nicht mürbe machten, dann ganz sicher das Konservenfutter, mit dem das Observatorium beliefert wurde.
Karma holte die Tupperbox aus ihrem Vorratsschrank, schlang drei Kekse herunter und betrachtete wehmütig die letzten zwei. Eigentlich hatte sie sich ihre Snacks einteilen wollen. Sie überlegte kurz, trat dann in den Flur und näherte sich dem Admin-Büro.
„Möchtest du –“
Iryna platzte dazwischen, ohne sich auch nur umzudrehen oder die Finger von den Tasten zu nehmen. „Was ich möchte, sind keine Kekskrümel in der Tastatur und keine Fettabdrücke auf der Spiegelbeschichtung. Und dann hätte ich gerne noch KEINEN KAFFEE IM KONTROLLRAUM! Vielen Dank.“
Ein heißes Glühen trat in Karmas Wangen. Iryna hatte vielleicht Nerven, sich so aufzublasen. Wenn sie sie nicht so erschreckt hätte, wäre die Sache mit dem Kaffee gar nicht passiert, und das sollte sie ruhig wissen. Karmas Mund öffnete und schloss sich wieder, ohne eine Silbe zu produzieren.
„Gehst du heute noch hoch zum Silo, wenn es sich einrichten lässt?“, fragte Iryna und klackerte weiter auf der Tastatur herum.
Die Tupperdose verformte sich unter Karmas Händen. Auch ihre Lippen zerknautschten, brachten aber nichts hervor.
Es sind nur zwei Monate, dachte sie und atmete geräuschlos aus.
Sie drehte auf der Schwelle um und stellte die Keksdose in der Küche ab. Auf dem Weg zur Stationstür hallte Irynas Stimme hinter ihr her. „Und fang unterwegs kein neues Studium an!“
Wie von selbst stoppten Karmas Schritte. Ihre Beine machten kehrt und trugen sie zurück zum Admin-Büro. Und genauso selbstständig quollen die Worte aus ihr heraus, zittrig zwar, aber deutlich. „Du kannst froh sein, dass ich vor dem Abschluss in Physik noch IT und Mechatronik angefangen habe, sonst würdest du hier oben auf deinem blöden Berg, mit deinem blöden Urzeit-Teleskop …“
Karma unterbrach sich, als sie die Kopfhörer auf dem blonden Schopf ihrer Kollegin bemerkte. Iryna hatte nichts von ihrem Ausbruch mitbekommen. Vielleicht tat sie auch nur so. Vielleicht war es besser so.
Es sind nur zwei Monate, wiederholte Karma in Gedanken. Nur noch vierundfünfzigeinhalb Tage. 
Und zum Glück waren da noch die Nächte.

Das wolkenlose Blau über dem Bergplateau mischte sich mit dem Orange der Dämmerung. Im Osten verfärbte sich der Himmel fliederfarben. Im Westen zerfloss die Sonne gerade in einem Lavastrom. Es war, als brächte sie die rostroten Hänge von innen zum Leuchten. Wie ein versteinertes, glühendes Meer zogen sich die Wellen aus kahlen Hügeln und sandigen Ebenen vom künstlichen Plateau Acutuns bis zum Horizont. Nichts als Fels und Staub und Sand, so weit das Auge reichte – jedes organische Auge zumindest. 
Karma sah von all dem nur einen kleinen Ausschnitt durch das winzige Fenster des Kontrollraums und auch nur, wenn sie von den Displays aufsah. Sie prüfte zum wiederholten Mal die Zahlen auf dem Monitor, die der Kühlkompressor endlich auf einen stabilen Wert eingependelt hatte, und initiierte die Öffnungssequenz des Silos. Die Metallschalen des angrenzenden Teleskopgebäudes quietschen, als sie sich schwerfällig auseinanderschoben. Die Windgatter zogen sich rasselnd in ihre Betten zurück, die Stickstoffpumpe schnaufte, die Tasten unter Karmas Fingern klapperten. Nur das tonnenschwere Teleskop drehte sich lautlos im Innern des neun Meter hohen, schneeweißen Gebäudes, das wohl Silo genannt wurde, weil jemand meinte, es sehe wie ein Kornspeicher aus. Karma fand eher, dass es etwas von einem riesigen Salzstreuer hatte.
Die empfindliche Teleskopkamera richtete ihren Fokus langsam auf einen Punkt im dunkler werdenden Abendhimmel, auf das gefräßige schwarze Loch CTA 102, das das geflügelte Pferd Pegasus im Nordosten begleitete. Karma erhob sich von dem Drehstuhl und warf einen Blick auf die Testbilder der Lichtsensoren, die mit der undankbaren Aufgabe beschäftigt waren, Fehler aus der nicht mehr ganz taufrischen Technik herauszurechnen. Dabei versuchten sie, das allnächtliche Rätsel zu lösen, ob sie gerade einen Himmelskörper oder einen Kratzer auf dem Spiegel fotografierten. Und da das Institut an der dringend benötigten Neubeschichtung des Spiegels knauserte, gab es eine Menge zu rechnen.
 Noch ein letztes Mal kontrollierte Karma die Funktionstüchtigkeit der Motoren, die das Teleskop ausrichteten, damit das diffuse, kosmische Licht im richtigen Winkel in die Kamera fiel. Sie checkte die Parameter der Klimaregulation, die die Luft im Innern des Silos sanft an die Außenbedingungen anglich, griff dann nach ihrem Smartphone, verließ den Kontrollraum und trat hinaus auf das Plateau.
Die Luft war deutlich kühler als noch vor einer Stunde. Mit der Sonne, die soeben in die Berge abgetaucht war, verzog sich schnell die Wärme des Tages, und bald würde Karma in ihrem Pullover nicht mehr schwitzen, sondern frieren. Eigentlich hätte sie auch den Rest der Öffnungsprozedur im Kontrollraum anwesend sein müssen, um sicherzustellen, dass das Teleskop nicht seinen Altersgebrechen erlag. Doch Karma hatte eine App programmiert, die fast alle Lebensdaten des Teleskops abfragte und an ihr Handy sendete. Dank der Remote-Überwachung konnte sie dabei zusehen, wie die Kuppelhälften die letzten Zentimeter aufschoben wie ein schwerfälliges, eigentümliches Lebewesen, das erst mit Einbruch der Nacht die schneeweißen Lider öffnete.
Die Metallschalen rasteten hörbar auf ihren Trägern ein, die Gatter rollten in ihre Halterung zurück, und es wurde still auf Mount Acutun. Und dunkel. Karma schaute auf in ein Firmament so voll von Sternen, wie es nur an wenigen Orten auf der Erde zu beobachten war. 
Wenn jeder Mensch dieses Meer aus Sonnen sehen könnte, wenn jeder seinen Platz und seine Größe im Universum begreifen würde, so dachte Karma, dann sähe die Welt sicher anders aus. Besser. Aber das stimmte natürlich nicht, denn sie selbst sah ja quasi hauptberuflich in die Sterne, viel tiefer und länger, als das Normalsterbliche taten, und trotzdem stritt sie mit ihrem Vater über Nichtigkeiten, ärgerte sich schwarz über verspätete U-Bahnen, quälte sich mit Bikini-Diäten und wünschte dem einzigen Menschen, den es im Umkreis von 50 Kilometern gab, die Pest an den Hals.
Karma löste den Blick vom Handybildschirm und sah in das Blau des aufziehenden Nachthimmels, vor dem sich der innere Arm der Milchstraße abzuzeichnen begann. Genau über ihrem Kopf gingen die zerklüfteten Zuckerwattewolken des galaktischen Zentrums auf, schwer von Sternenstaub, Milliarden Sonnen, bestimmt noch mal so vielen Planeten und vielleicht auch schwer von Leben. Die Sternendichte war dort so hoch, dass es nicht länger eine fantastische Spinnerei, sondern eine simple, mathematische Wahrscheinlichkeit war, dass von dort jemand zurückblickte. 
Karma hob die Hand und winkte. Mit einer telekommunikativen Verzögerung von schlappen 25.000 Jahren würde dieser Gruß dort jemanden erreichen, und wenn er ihn erwiderte, gab es Karma schon lange nicht mehr.
Dieser Gedanke hätte sie traurig stimmen sollen, aber er beruhigte sie. Was könnte man nicht alles sagen, wenn die Antwort erst in zwei Ewigkeiten zurückkam.

Die Nacht hing noch sternenschwer über dem Hochland, als sie das Kontrollzentrum an Iryna übergab. Die Frauen tauschten genau drei Worte miteinander aus, und Karma war froh, dass das dank ausgebliebener Technik-Katastrophen ausreichte. Sie verließ das Gebäude und trat hinaus in Dunkelheit und winterliche Kälte. Erst als sie das Ende der Bergebene erreichte, wo ein schmaler Steinpfad das Plateau mit dem Gelände der Basisstation verband, schaltete sie die Taschenlampe ihres Handys ein, um den Weg vor sich zu erleuchten. Dabei achtete sie heute ganz besonders darauf, das Smartphone vom Silo abzuwenden. Selbst die kleinste künstliche Lichtquelle konnte die Aufnahmen des Teleskops verfälschen und ihre Kollegin noch mehr verärgern. 
Karma folgte dem Pfad zur Basisstation. Arbeitsgebäude, Unterkünfte, Garage, Technikschuppen und der ebene Platz, den sie säumten, lagen in der Dunkelheit verborgen. Mitten auf dem Weg blieb Karma stehen. Hinter ihr hatten sich Kiesel gelöst, die über den steilen Fels rollten. Das war an sich nichts Ungewöhnliches, der Wind riss öfter mal kleinere Gerölllawinen los. Aber dabei hechelte er nicht, als würde ihn das außer Atem bringen. 
Nervös schwenkte Karma das Handylicht herum und leuchtete die Hänge links des Pfades ab, doch da war nichts. Kahl und unbewegt erstreckte sich das nackte Gestein unter ihr. Selbst Flechten und Moosen fehlte der Ehrgeiz, darauf festzuwachsen. Von Gebüschen, in denen sich jemand oder etwas hätte verstecken können, ganz zu schweigen. Auch sonst gab es in diesem Teil der Atacama nur wenige Lebensformen, von denen ihr bis auf das ukrainische Ungeheuer im Kontrollraum auch keine gefährlich werden konnten. Es war nicht gänzlich undenkbar, dass Iryna ihr einen gemeinen Streich spielte, aber das täte sie ganz sicher nicht, während das Teleskop im Arbeitsmodus war. Iryna würde nicht mal von der Arbeit aufsehen, wenn der Berg unter ihr zusammenbräche.
Noch einmal lauschte Karma in die Nacht, in der nur das Hintergrundrauschen der Einöde zu hören war, und lief dann weiter den Pfad hinab. Kaum hatte sie die untere Ebene erreicht, blieb sie wieder stehen. Diesmal hatte sie nichts gehört, was sie beunruhigte, es war mehr ein Gefühl; das Gefühl, als würde sie etwas verfolgen. Der rationale Teil ihres Gehirns lachte sie dafür aus, denn er wusste, dass sich hier oben niemand herumtreiben konnte. Das benachbarte Observatorium lag 35 Kilometer nördlich von hier, die nächste Stadt war drei Autostunden entfernt. Sie und Iryna waren allein hier draußen – ein Gedanke, der sie im Moment nicht trösten wollte. Ganz im Gegenteil. 
Karma beschleunigte ihre Schritte. Nur wenige Augenblicke später erreichte sie den Eingang des Bürogebäudes und öffnete die Tür, die hier oben nie jemand abschloss. Mit einem Bein stand sie schon auf dem blanken Linoleum des Korridors, da hörte sie wieder ein Geräusch hinter sich.
„Miau.“
Steif drehte Karma auf der Schwelle um und leuchtete mit der Handylampe in die pechschwarze Nacht. Hatte sie ernsthaft eine Katze miauen gehört? Hier draußen? 1300 Meter über dem Meeresspiegel? Einer Wildkatze, die sich im Niemandsland der Atacama durchzuschlagen wusste, wollte sie lieber nicht begegnen. Karma schloss die Tür hinter sich, knipste das Licht an und erstarrte, als sie die kleine Gestalt im Flur stehen sah.
Die Katze blinzelte sie aus gelben Augen an. Der Schwanz wiegte sich geschmeidig hin und her. Ratlos starrte Karma das Tier an, das aller Unwahrscheinlichkeit zum Trotz wie eine gewöhnliche Hauskatze aussah. Das Fell war von einer seltsam rötlichen Färbung, die Ohren ein bisschen größer als üblich, vielleicht ein bisschen spitzer, als Karma es bisher gesehen hatte, aber was wusste sie schon von Katzen. Haustiere im Allgemeinen waren ihr nicht geheuer, deshalb mied sie sie für gewöhnlich, es sei denn, sie eigneten sich als Studienobjekte, wie die Ameisenfarm, das Glas Urzeitkrebse und die Petrischalenpopulationen, die sie als Kind zusammen mit Mama Sarangi gezüchtet hatte. Tiere, die nur dumm in der Gegend herumlagen, hatten für Karma wenig Reiz. Die Katze dachte wohl etwas Ähnliches von ihr, denn sie wandte sich gelangweilt ab, schlenderte unbekümmert den Flur entlang und lief durch die offene Tür des Admin-Büros. Karma folgte dem Tier und sah ihm dabei zu, wie es erst den einen und dann den benachbarten Raum erkundete, den Hals reckte und alles neugierig beäugte und beschnupperte. Je länger sie die Katze betrachtete, desto sicherer war sie sich, tatsächlich ein Haustier vor sich zu haben. Aber das war unmöglich. So weit draußen lebte niemand, zumindest nicht nah genug, damit eine Katze mal eben den Acutun hinaufspazierte. Selbst der hartgesottenste Straßenstreuner würde nicht so weit hinaufkommen.
„Wo kommst du bloß her?“, fragte Karma nachdenklich. 
Die Katze sah zu ihr auf, blinzelte und schlenderte weiter durch die Station. Als sie ihre Erkundung beendet hatte, trat sie ihren Rückweg durch den Flur an, blieb vor dem verschlossenen Ausgang stehen und mauzte. Das tat sie zweimal, bis Karma endlich auf die Idee kam, ihr die Tür zu öffnen. Sie sah dem Tier dabei zu, wie es über die Schwelle in die Nacht heraustrat, und beobachtete seine schmale Gestalt, die mit den Schatten verschmolz. Die Katze verschwand so leise, wie sie aufgetaucht war. 
Noch immer perplex schloss Karma die Tür wieder und brühte sich eine Tasse Tee auf, die sie in der Küche vergaß und kalt werden ließ, als sie den angrenzenden Com-Raum betrat. Sie wählte den Eintrag „Mama“ im Skype-Menü des alten Rechners, der für die Privatkommunikation eingerichtet war, und wartete nur drei Freizeichen, bevor ihre Mutter das Gespräch annahm. Ein rundes Gesicht mit Augen, die genauso groß und schwarz waren wie Karmas, erschien auf dem Bildschirm.
Karma hatte kaum ein „Guten Morgen“ herausgebracht, da fing Mama Sarangi schon an, darüber zu referieren, wie wenig gut dieser Morgen doch war. „Warum tue ich mir das alles nur an?“, fragte sie gen Himmel, beziehungsweise gen Decke ihres Arbeitszimmers in Brighton.
Der Grund dafür, dass sich Mama Sarangi das alles antat, war natürlich, dass sie es liebte. Die Professur an der Uni, das Theater auf dem Campus, die Diskussionen mit den Kollegen, sogar – und vermutlich ganz im Besonderen – die Fehde mit dem Dekan der Fakultät Molekularbiologie. Nachdem Mama Sarangi sich ausreichend über ihren Lieblingsfeind ausgelassen hatte, ließ sie sich von ihrer Tochter versichern, dass diese genug aß, trank und schlief.
Ungeduldig wippte Karma mit den übereinandergeschlagenen Beinen. Für gewöhnlich war es gut, dass ihre Mutter so gesprächig war, sonst wären die täglichen Videoanrufe in die Heimat ziemlich kurz, schließlich gab es von Mount Acutun außer von der unkooperativen Iryna und der genauso unkooperativen Technik nur wenig zu erzählen. Nicht mal über das Wetter konnte man sich hier oben beschweren, denn es war schlichtweg traumhaft – für eine Astronomin zumindest. Trockene, windstille Tage, glasklare Luft, keine Abgase, keine Lichtverschmutzung, keine Niederschläge, und wenn in der Wüste doch mal ein paar Wolken aufzogen, dann taten sie es für gewöhnlich weit unter dem Plateau. Nur von streunenden Katzen hatte bestimmt noch kein Observatorium an der chilenischen Küste zu erzählen gehabt.
„Eine was?“, fragte ihre Mutter. „Ich glaube, die Verbindung hakt.“
„Eine Katze. Eine Hauskatze. Sie war nur kurz hier und ist wieder abgezogen.“
Karma musste einer Biologie-Professorin nicht erklären, wie ungewöhnlich das hier draußen war. 
Mama Sarangi legte den Kopf schräg und blickte ziellos an der Kamera vorbei. „Wer weiß“, überlegte sie laut. „Wir haben schließlich auch lange geglaubt,  es würde kein Leben in der Tiefsee geben.“
„Ja, schon“, dehnte Karma ungeduldig aus. „Aber das Leben dort sieht aus, als wäre es dem Filmset eines Horrorstreifens entlaufen. Das war eine … Katze.“
„Man kann nie wissen“, antwortete ihre Mutter, ganz die Wissenschaftlerin, die keine Eventualitäten ausschloss. „Womöglich sind da in der letzten Zeit Wandertouristen unterwegs gewesen. Es gibt doch diese verrückten Kids, die in allen möglichen und unmöglichen Bergländern herumklettern. Vielleicht hatten sie eine Katze dabei.“
Karmas Mundwinkel kräuselten sich. „Ach so, ja, klar, eine sogenannte Bergführerkatze sozusagen.“
„Ja, genau“, sagte Mama Sarangi mit einer Stimme, die verriet, dass sie nicht mehr ganz bei der Sache war. Offenbar sah sie jemanden an, der gerade in das Büro gekommen war.
„Tut mir leid, Schatz“, entschuldigte sie sich dann. „Ich muss meinem Studenten bei seinem ersten eigenständigen Töpfchengang das Händchen halten gehen.“
Der erwähnte Student kannte Professorin Sarangi und ihren Hang zu derben Vergleichen offenbar noch nicht lange. Karma hörte ein missmutiges Brummen im Hintergrund.
„Wir sprechen später noch mal, wenn du dann noch wach bist, ja?“
Karma schaute zu Boden. „Oder am Leben“, murmelte sie.
Und obwohl Mama Sarangi mit ihren Gedanken immer zwei Schritte weiter war als ihre Gesprächspartner, entgingen ihr die entscheidenden Dinge doch nie. „So schlimm?“, hakte sie nach.
„Hm“, machte Karma nur und zuckte mit den Schultern.
„Na zum Glück gibt es ja noch einen zweiten Bergbewohner, mit dem du dich anfreunden kannst.“ Mama Sarangi rückte mit verschwörerischer Miene näher an die Laptopkamera heran. „Katzen sind sowieso die besseren Menschen. Und sie gehen sogar alleine aufs Klo.“
Der zweite Satz war nicht für ihre Tochter bestimmt, dafür aber das Lächeln, das auf dem alten Monitor wie eine Sonne aufging. Es ließ die 12.000 Kilometer zwischen Chile und England um ein paar Meter schrumpfen.

Und jeden Monat fantastische Geschichten und News ins Postfach!